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Foto: Eine Gruppe von Kindern der 4. Klasse, welche um Munitionsattrappen sitzen lauschen den Ausführungen von Oberleutnant d.R. Patrick George (rechts), links neben Ihm Stabsunteroffizier d.R. Thomas Albrecht

– Projekttag am 03.06.2015 zum Thema Sicherheit an der Grundschule Nünchritz –
 
Es ist der 22. April 1945. Die Spitzen der Roten Armee rücken von Osten her auf die ELBE vor, um dort die Verbindung mit Ihren Alliierten, den U.S.-Amerikanern herzustellen und die letzten Deutschen Verteidigungskräfte zu zerschlagen. Zwischen Ihnen liegen entlang des gesamten Flussverlaufs Teile der Wehrmacht, die sich auf Ihr letztes Gefecht dieses Krieges vorbereiten und in Stellung liegen. Munition für kommende Gefechte zurück zuhalten macht für beide Seiten nur wenig Sinn, da das Ende des Krieges naht. Große Teile dieser Munition konnten jedoch von den Soldaten beider Seiten nie verschossen werden. Zu schnell erfolgte der Angriff und zu wenig Zeit blieb zum Ausweichen bzw. zum Nachführen.
Doch schon seit einigen Jahrhunderten wird in diesem Teil Sachsens wild „um sich geschossen“. Ein großer Truppenübungsplatz, der schon zu Zeiten der kursächsischen Armee genutzt wurde und über die Jahrzehnte stetig den Nutzer wechselte, liegt im Norden. Seit dem Abzug des Nachschubbataillons aus ZEITHAIN 2007 liegt das Gelände ungenutzt.
 
Es verwundert also kaum, dass genau in diesem Streifen auch heute noch eine erhebliche Belastung mit diesen „Altlasten“ vorherrscht. Dass das Gefahrenpotenzial weiterhin als hoch einzuschätzen ist, zeigen immer wieder Berichte, von Unfällen mit Fundmunition. Immerhin ist der ehemalige Übungsplatz trotz des Verbotes das Gelände zu betreten ein Mekka für illegale Pilzsammler.
 
Die Grundschule in NÜNCHRITZ führt, um ihre Abgangsklassen bestmöglich auf ihre neuen Schulwege vorzubereiten, schon seit vielen Jahren zum Ende Schuljahres einen Projekttag zum Thema Sicherheit durch. Die 50 Kinder lernen dabei das richtige Handeln im Verkehr in einem Wissensquiz des Automobil- und Reiseclubs, können Ihre Fahrräder von der Polizei checken lassen und bekommen beim Roten Kreuz noch hilfreiche Tipps beim Verbinden von Wunden, sollte eine Fahrradtour doch mal mit einigen Blessuren enden.
 
Ebenfalls seit vielen Jahren vertreten sind die Kameraden der Reservistenkameradschaft Riesa, die die Kinder im Umgang mit Fundmunition sensibilisieren sollen. Mit im Gepäck haben sie dabei neben einer Vielzahl von Attrappen die „4 richtigen Schritte beim Umgang mit Fundmunition“. „Wir wollen hier nicht vorgeben Kampfmittelräumer zu sein. Die 4 Schritte werden durch die Polizei publiziert und von uns bildlich dargestellt.“, erklärt Oberleutnant d.R. Patrick George. „Wenn die Kinder Schritt 1 ‚Nicht Berühren‘ immer beherzigen, ist dies schon die halbe Miete. […] Sie bekommen hier die Möglichkeit kontrolliert Formen zu erkennen und Erfahrungen zu sammeln, sodass der Drang später hoffentlich nicht mehr vorherrscht.“ Der Reserveoffizier hat noch einen weiteren Kameraden dabei, Stabsunteroffizier d.R. Thomas Albrecht. Als Vater eines Sohnes, der die dritte Klasse besucht, wird kommendes Jahr sein Sohn an eben dieser Stelle stehen und unterrichtet werden. Grund genug sich vorgreifend zu informieren und um kommendes Jahr vielleicht  selbst im die Ausbildung durchzuführen.
 
Das Konzept der Ausbildung scheint anzukommen. Selbst vermeintlich halbstarke Jungen hören gebannt zu und staunen nicht schlecht über das Gewicht, das so gar nicht, wie im Computerspiel oder im Film wirkt. So verwundert es nicht, dass es zur abschließenden Erfolgskontrolle im Chor hallt: „NICHT Berühren! Stelle Markieren! Andere warnen! Polizei anrufen!“ Auch alle anderen Partner zeigen sich zufrieden und als selbst die Lehrer voll des Lobes für ihre Schützlinge sind, können die Kinder stolz eine kleine Wundertüte des Reservistenverbandes mitnehmen.
 
Beitrag: Patrick George
Foto: Thomas Albrecht

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