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Brigadegeneral Peter Braunstein in Leipzig zu Gast




Im Rahmen ihrer sicherheitspolitischen Vortragsreihe konnte die Reservistenkameradschaft Leipzig-Leutzsch den Kommandeur des Zentrums für Verifikation der Bundeswehr, Herrn Brigadegeneral Peter Braunstein, begrüßen.

„Die Wenigsten in der Bundesrepublik wissen, dass es unser Zentrum gibt und noch weniger wissen, was wir eigentlich so anstellen.“ begann Brigadegeneral Braunstein seine Ausführungen über sein Zentrum, das in Geilenkirchen bei Aachen ansässig ist. Nach einführender Darstellung der Struktur und der Aufgabenbereiche erfuhren die Zuhörer das  Zusammenwirken von Auswärtigem Amt, Bundesministerium der Verteidigung und Zentrum bei der Zielsetzung und der Auftragserteilung. Schließlich seien es die damaligen Bundesminister Genscher und Stoltenberg gewesen, die das Zentrum zur Implementierung der Verträge über konventionelle Rüstungskontrolle und über Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen im November 1990 gegründet haben.

Exemplarisch erläuterte Braunstein den Ablauf einer Inspektion in der Theorie vom Inspektionsersuchen an das entsprechende Land bis zur Ausreise des Inspektionsteams innerhalb eines vertraglich festgelegten Zeitrahmens und ergänzte dies anschaulich durch eigene Erlebnisse und Erfahrungen bei Inspektionen im Bereich Osteuropa. Hierbei betonte er, dass internationale Verträge die Aktivitäten dieser Inspektionsteams bis ins Detail verbindlichst regeln. Seine Männer seien aber nicht nur permanent bei der Überprüfung der Einhaltung internationaler Verträge involviert, sondern waren unter anderem bei Transport und Vernichtung syrischer und lybischer Chemiewaffen in einer Größenordnung von mehreren hundert Tonnen hier in Deutschland  beteiligt.

Des Weiteren gelang es dem Referenten, mit Luftbildaufnahmen die Anwesenden in die Umsetzung des Open Skies Vertrages einzuführen. In der abschließenden Fragerunde betonte Brigadegeneral Braunstein die Verantwortung seines Zentrums dahingehend, dass hier ein wesentlicher Beitrag zur Sicherstellung der Wahrnehmung der Rechte und Pflichten der Bundesrepublik Deutschland geleistet wird.

Text und Foto: LG Sachsen

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