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Landesgruppe Sachsen

Ehrenkreuz für einen Engel




Foto: Oberstleutnant der Reserve Wolfgang Engel mit Auszeichnung

Oberstleutnant der Reserve Wolfgang Engel hat das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold bekommen. Mit dem Orden, der eine der höchsten Auszeichnungen der Bundeswehr ist, wurde der Leiter des Kreisverbindungskommandos Meißen für sein besonderes Engagement ausgezeichnet.

Das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold hat der Reservist Wolfgang Engel verliehen bekommen. Der Oberstleutnant der Reserve und Leiter des Kreisverbindungskommandos Meißen (KVK) bekam die Auszeichnung in einer Feierstunde im Landeskommando Sachsen am 26. Februar 2014 überreicht. Der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, Oberst Michael Knop, lobte in seiner Rede die Arbeit des Reservisten: „Oberstleutnant der Reserve Wolfgang Engel hat mit seinem Einsatz maßgeblich zum Erfolg des Hochwassereinsatzes im Sommer 2013 beigetragen. Er ist damit ein respektiertes Vorbild und ein wesentlicher Leistungsträger des KVK Meißen“, so Knop. Das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold wird für treue Pflichterfüllung und überdurchschnittliche Leistungen an Soldaten verliehen, die mindestens 20 Jahre im Dienst sind.

Geballte Erfahrung aus NVA-Zeit und Bundeswehr-Dienst


Foto: Das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold

Seit vier Jahren ist Wolfgang Engel Leiter des Kreisverbindungskommandos Meißen. Der 63jährige leitet die Arbeit des Verbindungskommandos, das aus 11 Reservisten besteht. Im Katastrophenfall beraten die Reservisten den Krisenstab im Landratsamt Meißen zu den Hilfsmöglichkeiten der Bundeswehr und stellen die Verbindung zu den entsprechenden militärischen Einheiten her.
 
Engel wurde 1950 in Schwerin geboren und trat am 1. Mai 1972 in die Nationale Volksarmee der DDR ein. Während dieser Zeit sammelte er umfangreiche Expertise zu den Standorten der DDR-Armee. Nach 1990 wurde er deshalb als erstes im Heeresamt in Köln und auf der Hardthöhe eingesetzt, um am Truppenübungsplatzkonzept der Bundeswehr mitzuwirken. 2009 beendete Wolfgang Engel seinen aktiven Dienst in der Bundeswehr. Bis zu seiner Pensionierung war er Kommandant des Truppenübungsplatzes Wittstock.

Aktiv als Schulmediator in Dresden


Foto: Oberst Michael Knop zeichnet den Reservisten aus

Nach der Pensionierung leistete Engel seinen Reservistendienst in unterschiedlichen Verwendungen beim Landeskommando Sachsen. Doch sein Engagement reicht weit über die Arbeit als Reservist hinaus. Neben seinem Dienst für die Bundeswehr ist er im Vorstand der Reservistenkameradschaft ehemaliger Soldaten, Reservisten und Hinterbliebener Dresden, in der Reservistenkameradschaft Radebeul, Mentor in der Roland-Berger-Stiftung und engagiert sich ehrenamtlich als Landesvorsitzender des Vereins „Seniorpartner in School e.V.“. In ihm helfen 80 Dresdner Senioren in Sachsen durch ihr freiwilliges Engagement Kindern, ihre Konflikte und Streitigkeiten im Schulalltag gewaltfrei zu lösen. Als Streitschlichter ist Engel so einmal die Woche in seiner Dresdner Partnerschule vor Ort. „2014 wollen wir 16 neue Schulmediatoren ausbilden, um weitere Dresdner Schulen mit unseren Senioren zu versorgen“, erzählt Engel.
 
Das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold erhielt Wolfgang Engel im neu eingerichteten Besprechungsraum „Dresden“ des Landeskommandos Sachsen. Hingucker im frisch sanierten Zimmer ist ein drei mal vier Meter großes Wandrelief, das die Albertstadt zur Jahrhundertwende zeigt. Ende des 19. Jahrhunderts war sie mit einer Ost-West-Ausdehnung von 3,6 Kilometern eine der größten militärischen Anlagen Europas. Heute sind in der hier beheimateten Graf-Stauffenberg-Kaserne unter anderem das Landeskommando Sachsen und die Offiziersschule des Heeres untergebracht. Auch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr ist Teil der Dresdner Albertstadt.

Text: Landeskommando Sachsen/Cornelia Riedel
Foto: Landeskommando Sachsen/Marko Ahrendt

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