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Landesgruppe Sachsen

Marsch über 42 km, vorbei an Meilensteinen der deutschen Geschichte und in atemberaubender Natur




Foto: Andre´ Mattheyer

Die Reservistenkameradschaft (RK) Oelsnitz/Vogtland „Sperk“ richtete am dritten Oktoberwochenende 2016 zum zweiten Mal den Vier-Länder-Marsch (durch die Freistaaten Sachsen, Bayern, Thüringen und Berührung des tschechischen Staatsgebiets) entlang des Grünen Bandes, der früheren innerdeutschen Grenze, aus. Eine Veranstaltung, die aus weltpolitischen Gründen vor knapp drei Jahrzehnten noch unvorstellbar war. Auch in diesem Jahr verlangten der Kolonnenweg der ehemaligen DDR-Grenztruppen und das unwegsame Terrain den Marschteilnehmern alles ab.

Bereits um sechs Uhr trafen sich die ersten Marschteilnehmer auf dem Parkplatz des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth (Gemeinde Töpen, Landkreis Hof). Das Gelände der Ortschaft erstreckt sich über die Bundesländer Bayern und Thüringen. Über vier Jahrzehnte verlief durch das Dorf der Eiserne Vorhang. Schnell waren die Formalitäten am Meldekopf erledigt und es konnte mit den individuellen Vorbereitungen für die Marschdistanz von 42 Kilometern begonnen werden. Dabei konnte man die Spannung und den Respekt vor dem herausfordernden Terrain sichtlich spüren und gegenseitige Tipps bezüglich der persönlichen Strategie hören. Anschließend fuhr man mit einem Shuttlebus zum Startpunkt ins sächsische Ebmath (Vogtlandkreis), wo der Bürgermeister der Gemeinde Eichigt, Christoph Stölzel, wie schon im Vorjahr die Teilnehmer begrüßte. 
Von hieraus starteten die Teilnehmenden der längsten Distanz nach Mödlareuth. Unterwegs erfolgte der symbolische „Übertritt“ auf tschechisches Staatsgebiet durch das Umrunden des Grenzschildes. Die Marschteilnehmer für die kürzeren Distanzen (6, 9, 12 Kilometer) wurden im Laufe des Tages auf der Route eingesetzt. Zwischen sechs und zehn Stunden benötigten die Läufer für die längste Distanz. Der Vorjahressieger und aktive Oberfeldwebel beim 2./FA/UA Btl. 1, Benjamin Krause bewältigte den Marsch mit einer herausragenden Leistung in fünf Stunden und 45 Minuten. Das Gros des fünfzig Personen umfassenden Teilnehmerfeldes schaffte den Zieleinlauf in den Nachmittagsstunden.


Foto: Volker Herold  —  Die Sieger in der Aufstellung 2.-1.-3. Platz (v.l.n.r)

Trotz der Strapazen waren die Kameraden überglücklich und stets guter Laune. Die wenigen Kameraden, die sich dieses Jahr der Strecke geschlagen geben mussten, waren bereits nach kurzer Erholungszeit entschlossen und motiviert, die Herausforderung im kommenden Jahr wieder anzunehmen und an den Start zu gehen. Kameradschaftliches Beisammensein und die Verpflegung fand während und im Anschluss an den Marsch auf dem Museumsgelände in Mödlareuth statt. Dort stellte die „Gulaschkanone“ des Kammeraden Haustein, eines Mitglieds der RK Oelsnitz/Vogtl., einen weiteren Höhepunkt dar. Dieser servierte eine leckere Erbsensuppe mit Würstchen, die sich alle Kameradinnen und Kameraden verdient hatten.


Foto: Andre´ Mattheyer

Um 18.15 Uhr ehrten der Bundestagsabgeordnete und Schirmherr der Veranstaltung Robert Hochbaum (Hauptmann d. R. der Feldjägertruppe, Mitglied der RK Oelsnitz/V.) und Klaus Grünzner, der Bürgermeister der Gemeinde Töpen (ehemaliger Beamter des Bundesgrenzschutzes), die Marschteilnehmer und alle an der Organisation und Durchführung beteiligten Männer und Frauen.


Foto: Volker Herold  —  Der Macher – Der Schirmherr – Der Bürgereister  (v.l.n.r.)

Dass der Marsch – vor allem aufgrund der historischen Ereignisse – etwas Besonderes ist, darüber waren sich alle Anwesenden einig. Besonders unterstrichen wurde die intensive Zusammenarbeit und tiefe Kameradschaft zwischen den Mitgliedern der Reservistenkameradschaften Oelsnitz/Vogtland Sperk und den oberfränkischen Kameradinnen und Kameraden der RK Hof. Der Vorsitzende der RK Oelsnitz/Vogtland, HG d. R. Markus Müller, sagte dazu: „Ich bin den Hofer Freundinnen und Freunden von ganzem Herzen dankbar. Ohne deren Unterstützung wäre so eine Großveranstaltung für unsere kleine Oelsnitzer RK nicht umsetzbar. Ich bin überglücklich und zufrieden.“ Die RK Hof hatte neben der personellen Unterstützung auf der Marschstrecke auch Übernachtungsmöglichkeiten für die Teilnehmenden in der Hofer Oberfranken-Kaserne organisiert. Für die RK Oelsnitz heißt es nun „nach dem Marsch ist vor dem Marsch“. Bereits nach wenigen Stunden wurde mit der Auswertung des Vier-Länder-Marsches begonnen, denn es steht bereits fest, dass die dritte Auflage am 14. Oktober 2017 steigt.

Die zahlreichen Gäste, die an diesem Tag das deutsch-deutsche Museum in Mödlareuth besuchten, informierten sich interessiert
zur Reservistenarbeit und zum Vier-Länder-Marsch. Wie sich in den Gesprächen herausstellte, waren auch hier zahlreiche ehemalige Soldaten darunter. An dieser Stelle geht noch einmal ein herzliches Dankeschön an den Museumsleiter Herrn Lebegern und sein Team für die Unterstützung und Gastfreundschaft, die das gesamte Museumsgelände zur Nutzung durch die RK zur Verfügung stellten.
 
 
Text: RK Oelsnitz/Vogtland "Sperk" (MM)

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