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Landesgruppe Sachsen

RSU-Kompanie Sachsen übte gemeinsam mit Amerikanern auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz




Gruppenbild – amerikanische und deutsche Soldaten vereint auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Die erste Juni-Woche stand für die sächsische RSU-Kompanie ganz im Zeichen von Wache und Sicherung. Für eine 7-tägige Reservistendienstleistung ging es wieder einmal auf den Truppenübungsplatz in der Oberlausitz. Statt jedoch wie üblich im Truppenlager Haide unter zu kommen, mussten wir Quartier im Lager Werdeck beziehen, was uns insbesondere durch die neue Soldatenarbeitszeitverordnung etwas ungelegen kam, hatten wir so doch täglich etwa eine Stunde Zeitverlust durch die Fahrten auf „unsere“ Schießbahn 11.
 
Nach dem sich am Sonntag bereits die Führer der Kompanie zu einer kleinen „Ausbildung der Ausbilder“ getroffen hatten und die Ausbildungen der Woche vorbereitet hatten, trafen Montagmorgen die Hauptkräfte zur Einschleusung ein. Neben der obligatorischen ärztlichen Untersuchung fanden weitere organisatorische Maßnahmen statt. Danach hieß es Stube beziehen.


 Gruppe von Soldaten der RSU-Kompanie bei der Einweisung in die Lage

Am Dienstag ging es dann gleich früh am Morgen raus auf die Schießbahn. Im Gruppenrahmen wurde das Beziehen von Räumen unter vorläufiger Sicherung ausgebildet und geübt, danach ging es zum ersten Teil der Alarmpostenausbildung. Hier lernten die Kameraden, was es heißt, sich für die Ablösung des alten Alarmpostens fertig zu machen, um nicht später mit leeren Funkgerätbatterien oder knurrendem Magen in der Stellung zu liegen.

 
Soldaten der RSU-Kompanie beim Schießen

Der Mittwoch war unser „Wach-Tag“: Um die Wachkompetenz der Kompanie zu erhalten und weiter auszubauen, wurden die Wachübungen mit dem Gewehr sowie der Pistole geschossen. In einer praktischen Wachausbildung wurde das Verhalten als Posten geübt – dabei kam dem einen oder anderen Wachsoldaten auch ein U.S.-amerikanischer Soldat unter, der der deutschen Sprache nicht mächtig war – hier noch gespielt vom Kameraden Samuel Spengler. In weiteren Lagen ging es darum, mit niedriger Eskalation Herr der Lage zu bleiben oder zu werden und den Wachauftrag mit sicherem Auftreten zu erfüllen. Dies war bei der ein- oder anderen Lageeinspielung nicht immer ganz einfach.


Soldaten der RSU-Kompanie bei der Fahrzeugkontrolle

Für den Donnerstag hatte es der Zufall gut mit uns gemeint. Waren wir anfänglich etwas sauer, dass wir unseren Stammplatz im Lager Haide räumen mussten, weil die Amerikaner mit ihrem 2nd Cavalry Regiment ausgestattet mit Stryker-Radpanzern den Platz für eine Nacht im Rahmen ihrer Verlege-Übung "Dragoon Ride" brauchten, ergab es sich nun, dass wir einen Tag gemeinsam mit diesen Soldaten der U.S. Army auf unserer Bahn üben konnten. So verlegte am Vormittag ein Zug dieses Regimentes mit insgesamt 4 Strykern zu uns. Während die Alarmposten-Ausbildung weiterlief, bekamen die „Ammis“ nach der Begrüßung durch den Kompaniechef, Oberstleutnant Tobias Krösel, zunächst eine Einweisung in das Gelände sowie den Auftrag der RSU-Kompanie dargelegt. Danach wurden die amerikanischen Kameraden in die Handwaffen der Bundeswehr eingewiesen.


ein amerikanischer Soldat stellt Soldaten der RSU-Kompanie seine Waffe vor

In einer anschließenden Übung, gestützt durch AGDUS, hatten die Amerikaner den Auftrag, eine Gruppe unserer RSU-Soldaten im Stellungssystem zu verstärken, um dieses gegen zwei angreifende Gruppen zu verteidigen. Abschließend stellten die Amerikaner noch ihre Fahrzeuge sowie deren Waffen und Ausrüstung vor. Die war für die Kameraden unserer Kompanie ein absolutes Highlight.


amerikanische Soldaten stellen den Soldaten der RSU-Kompanie ihre Technik vor

Am Abend gab es dann noch ein kleines Fußball-Spiel: RSU-Kompanie gegen U.S. Army.


amerikanische und deutsche Soldaten beim Fußballspiel

Am Freitag waren wir wieder „unter uns“. Es ging weiter mit Alarmposten-Ausbildung und Sicherung. In immer schwierigeren Lagen mussten die Soldaten lernen, ihren Auftrag im Alarmposten wahrzunehmen, bis der Rest der Gruppe bei Alarmierung die Stellungen bezogen hatte. Für Samstag stand vor der Ausschleusung das Reinigen der Waffen, Stuben und Reviere auf dem Plan, ehe der Heimweg angetreten werden konnte. Fazit aller Teilnehmer: Es war eine gelungene Ausbildung.
 
Über zwei Drittel der Beorderten der Sächsischen RSU-Kompanie sind Mitglieder im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., Landesgruppe Sachsen. Einige hatten sich im Rahmen der Regionalen Initiative von Reservisten in Sachsen (RegIniRes Sachsen) bereits lange vor Aufstellung der RSU-Kompanie verbandsintern organisiert. In der RSU-Kompanie Sachsen haben sie nun ihre militärische Heimat gefunden.   
 
Text: Haiko Hertes
Fotos: Haiko Hertes, Sören Richter (Foto ganz oben)

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