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Reservistenkameradschaft Riesa

Aus den Ländern

Erinnerung aufrecht erhalten – Gedenken zum Volkstrauertag

Anlässlich des Volkstrauertages gedachten Deutschlandweit tausende der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Auch in den Gemeinden Zeithain, Hirschstein, Diera-Zehren und der Stadt Riesa. Hier führten die Mitglieder der Reservistenkameradschaft Riesa unter Mitwirkung zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Kirchgemeinden und der Gemeindeverwaltungen gleich vier Kranzniederlegungen durch.

Ehrenposten in Niederlommatzsch 2022

Bildautor: Thürmer - RK Riesa

Teilnehmer am VTT 2022

Bildautor: Thürmer - RK Riesa

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Ehrenposten und Kranzträger 2022 in Riesa

Bildautor: Thürmer - RK Riesa

Gräberfeld auf dem Friedhof Riesa

Bildautor: Thürmer - RK Riesa

Anlässlich des Volkstrauertages gedachten Deutschlandweit tausende der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Auch in Sachsen fanden unter Beteiligung und Mitwirkung der Landesgruppe Sachsen, Ihrer Untergliederungen und auch der Bundeswehr Dutzende Veranstaltungen statt.

Besonders war der Tag für die Bürger der Gemeinden Zeithain, Hirschstein, Diera-Zehren und der Stadt Riesa. Hier führten die Mitglieder der Reservistenkameradschaft Riesa (RK Riesa) unter Mitwirkung zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Kirchgemeinden und der Gemeindeverwaltungen gleich vier Kranzniederlegungen durch.

Anlass für die große Anzahl an Veranstaltungen war einerseits die aktuelle Lage in der Ukraine und der Willen die Folgen eines Krieges in Erinnerung zu rufen. Andererseits war es bereits das zehnte Jahr in Folge, in welchem die RK Riesa Kranzniederlegungen durchführt.

Der Tag beginnt noch im Morgennebel als sich die Mitglieder gegen 10Uhr in Niederlommatzsch, einem Dorf in der Gemeinde Diera-Zehren, sammeln. Die Temperaturen liegen bei knapp über dem Gefrierpunkt. Es ist die erste von 4 Kranzniederlegungen, die vom Ablauf her stetig umfangreicher sein werden.

Als die Ehrenposten an dem direkt an der Hauptstraße gelegenen Gedenkstein aufziehen, stehen erst wenige Anwohner und Angehörige gefallener Soldaten versammelt. Dies ändert sich jedoch nach wenigen Minuten und der Ankunft der übrigen Abordnung nebst der Kranzträger als weitere Bewohner durch die Melodie von „Unter den Sternen“ aufmerksam werden. Nach dem kurzen Ablauf inklusive des Vortrags des Totengedenken und des Spielens des Liedes „vom guten Kameraden“ hat sich der kleine Vorplatz doch gefüllt. Anschließend kommen etliche Bewohner auf die Kameraden zu und zeigen sich bewegt ob der Zeremonie. Dem Wunsch dies im kommenden Jahr zu wiederholen versprechen die Kameraden nachzukommen.

Die Zeit drängt jedoch, denn bereits 11Uhr soll unter Teilnahme des Bürgermeisters der Gemeinde Hirschstein, Conrad Seifert, im Ortsteil Heyda ebenfalls eine Kranzniederlegung stattfinden.

Nach wenigen Minuten des Kfz-Marschs erreichen die Teilnehmer den Ort. Die Sonne hat den Nebel mittlerweile vertrieben. Bis auf den Bürgermeister ist dennoch niemand zu sehen. Als die Zeremonie beginnt zeigen sich doch einige interessierte am Rande. Der bewährte Ablauf ist würdevoll.

Nach der Veranstaltung ist noch Zeit mit Herrn Seifert Absprachen für das kommende Jahr zu treffen. „Das Thema 2. Weltkrieg ist immer noch sehr präsent in der Gemeinde“, führt Herr Seifert aus. Ich bin der festen Überzeugung, dass mit ausreichender Vorankündigung im kommenden Jahr auch mehr Teilnehmer den Weg hierher finden werden.

Nach kurzer Mittagspause erreicht die Kolonne den Friedhof in Riesa. Hier wartet bereits Pfarrerin Dr. Quenstedt nebst Musikern. „Wir haben neben der terminlichen Grenze auch noch die Herausforderung, dass wir neue Mitglieder in den Ablauf einführen wollen. Zudem haben wir den kompletten Ablauf seit 2 Jahren nicht mehr durchgeführt, sodass wir uns auch wieder zurechtrücken müssen.“, so Hauptmann d.R. Patrick George, Vorsitzender der RK Riesa. „Wir sind sehr froh, dass wir jede Zeremonie zunehmend umfangreicher gestalten, um so für die zentrale Gedenkveranstaltung in Lorenzkrich wieder eingespielt zu sein.“

Die letzte Station des Tages bildet die zentrale Gedenkveranstaltung der Gemeinde Zeithain in Lorenzkirch. Der Ort für die Gedenkveranstaltung ist gut gewählt. Sie findet auf dem Kirchfiredhof in Lorenzkirch statt, wo es ein Massengrab für die Opfer der letzten Tage des 2. Weltkrieges. In dem Grab sind sowohl deutsche Zivilisten und Soldaten als auch sowjetische Zwangsarbeiter beerdigt.

Hier wird an die Flüchtlingskatastrophe vom 22. April 1945 erinnert. Damals standen tausende Menschen auf den Elbwiesen von Lorenzkirch, um über eine Pontonbrücke auf die andere Flussseite zu gelangen. Als die Rote Armee immer näher rückte, sprengte die deutsche Wehrmacht überhastet den Übergang. Hunderte Flüchtlinge und dutzende Soldaten, die sich auf der Brücke befanden, starben.

Gemeinsam mit der Gemeinde Zeithain, der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain, deren Förderverein lud die Reservistenkameradschaft Riesa zu der Gedenkfeier ein. Eine seit Jahren etablierte Partnerschaft.

Zudem beteiligte sich Pfarrer Martin Scheiter und der Posaunenchor der Kirchgemeinde Zeithain, Schüler der Oberschule „Am Sportzentrum“ Riesa stecken Fahnen mit den Namen der verstorbenen.

Die Gedenkrede hält Jens Baumann, sächsischer Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler und Mitglied des Landesvorstands Sachsen des Volksbundes deutsche Kriegsgräber Fürsorge. Die Veranstaltung fand im Kreise dutzender Besucher statt.

Die RK Riesa dankt ihren langjährigen Kooperationspartnern und allen Mitwirkenden für die würdigen Veranstaltungen.

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