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Bei Minusgraden durch Feld, Flur und Eider




Spätestens an der Station 16 des Nachtorientierungsmarsches (NOM) des Kreisgruppe Dithmarschen wusste jeder Teilnehmer, auf was er sich eingelassen hatte. Hinter dem Begriff „Watercrossing“ verbarg sich das Durchqueren der Eider, eines Flusses mit ca. 30 Meter Breite. Bei einer Lufttemperatur von minus 8 Grad, einer gefühlten Temperatur von minus 12 Grad und einer Wassertemperatur von plus 4 Grad kein Vergnügen für die Teilnehmer. Zahlreiche Wettkampfteams nahmen jedoch auch diese Herausforderung an und sicherten sich so weitere 200 Punkte, um beim NOM eine gute Platzierung zu erreichen.

Ca. 12 Stunden vorher begann alles in der Wulff-Isebrand-Kaserne in Heide. Die Mannschaften und Funktioner trafen ein, wurden in den weiteren Ablauf eingewiesen und erhielten ihre Verpflegung für die kommenden 24 Stunden in Form der Einmannpakete (EPA). Bis zum Start des NOMs nutzten die Wettkämpfer die Zeit, ihre Ausrüstung zusammenzustellen und sich entsprechend der zu erwarteten Nachttemperaturen zu kleiden. Nach einer kurzen Begrüßung durch Hauptfeldwebel (HptFw) d. R. Klaus-Einhard Böhmke, der gemeinsam mit Feldwebel (Fw) d.R. Deert Rieve den Wettkampf aus- und vorbereitet hatte, erhielten die 29 Wettkampfteams – jeweils zwischen zwei und fünf Personen stark – die letzten Informationen zur aktuellen politischen Lage in der „Krisenregion Dithmarschen/Nordfriesland“.  Auftrag der Teams war es, als Teil der Unterstützungseinheit „RESFOR“ die Lage um das Feldlager Husum zu erkunden und ggfs zu sichern.

Parallel zu der Einweisung der Wettkämpfer erfolgte der Aufbau der 21 Stationen durch mehr als 80 Reservisten und aktive Soldaten sowie mehr als 50 Helfer vom Wasserrettungszug Nord der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Ortsverbände des Technischen Hilfswerks (THW) aus Tönning, Heide und Meldorf.

Um 20.00 Uhr erfolgte der Startschuss des NOM 2013. An verschiedenen Stationen im Großraum Seeth wurden die Wettkampfteams abgesetzt und mussten sich dann zum Ziel durchkämpfen. Sie hatten knapp 24 Stunden Zeit – möglichst von den feindlichen Truppen unentdeckt – die knapp 40 Kilometer lange Strecke zurückzulegen und alle 21 Stationen erfolgreich zu durchlaufen.

Dabei wurden die Wettkämpfer an den Stationen u. a. mit Aufgaben aus den Bereichen Aufklärung, Umgang mit ausländischen Waffen, Fernmelde, Gewässerübergang, Erstellen einer Kampfmittel-Meldung (IOD-Meldung), Orientierungslauf, Leben im Felde, Erstversorgung von Verletzten, AGSHP-Schießen und Anbringen einer Minenfalle gefordert. Das THW hatte dazu an zwei Stationen unterschiedliche Seilstege erreichtet und stellte an einer Station die Absicherung beim Gewässerübergang dar. Die Helfer des DLRG begleiteten in Überlebensanzügen an der Station „Water-Crossing“ die Wettkampfteams, die „zu Fuß“ die Eider durchqueren sollten. Dabei mussten die DLRG-Profis zum Teil auf der Eider treibende Eisschollen festhalten, um den Wettkämpfern eine „eisfreie“ Zone zu sichern.

Nach schlafloser Nacht hatten die Wettkampfteams ca. vier Stunden Ruhezeit – hier mussten Unterkünfte in der freien Natur gefunden werden – um dann zum „Endspurt“ zu starten.  Bei Tageslicht war es wesentlich leichter, die Wettkampfstationen zu finden – jedoch machten sich jetzt schon erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Einige Wettkämpfer mussten wegen Magenproblemen oder Knie- und Knöchelverletzungen aufgeben – mehr als 60 Wettkämpfer kamen aber ins Ziel. Die Teilnehmer am NOM 2013 – aktive Soldaten der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Reservisten aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen und Reservisten von den dänischen Heimwehrkompanien aus Haderslev und Odense – lobten den Wettkampf als tolle Herausforderung und hoben die sehr gute Planung und Durchführung hervor.

Bei der abendlichen Siegerehrung in Heide lobte HptFw d.R. Böhmke  den Einsatzwillen der Wettkämpfer: „Sie haben alles gewonnen und gezeigt, was in Ihnen steckt.“ Für viele Teilnehmer war dieser Wettkampf die letzte Vorbereitung auf die Durchschlageübung „Blue Nail“ Ende Februar in Dänemark.

 

Text: Hans-Adolf Deussing

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