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DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Kameradschaft in Schleswig-Holstein, Reservisten und Aktive
Kameradschaft in Schleswig-Holstein
Reservisten beim Tag der Bundeswehr in Hohn
Reservisten beim Tag der Bundeswehr in Hohn
Reservisten und Aktive bei einer öffentlichen Vorführung zum Tag der Bundeswehr in Plön 2017
Reservisten und Aktive bei einer öffentlichen Vorführung zum Tag der Bundeswehr in Plön 2017
Der Schießsport in der Landesgruppe, nur Eine Möglichkeit voll dabei zu sein.
Die Barkasse Kuddel der RK Marine Kiel bei der Kieler Woche auf der Förde
Kameraden aus verschiedenen RK´s bei einer Übung nähe Neumünster
Unsere Kameradinnen sind mit Herz und Seele dabei.
Im Gedenken der gefallenen Kameradinnen und Kameraden auf der ganzen Welt
Im Gedenken der gefallenen Kameradinnen und Kameraden auf der ganzen Welt

Landesgruppe Schleswig-Holstein

„Die Ehre kommt von Herzen, unser Dank an Sie auch“




KIEL. Keiner der anwesenden Gäste in der Turnhalle des Marinestützpunktes in Kiel weiß vermutlich, welche deutschen Ministerpräsidenten Reservisten sind. Aber dass ihr „MP“ einer ist, steht außer Frage. Torsten Albig macht keinen Hehl aus seiner Affinität zur Bundeswehr, diente, ebenso wie sein anwesender Innenminister Stefan Studt, bereits als Reservist. Jetzt verlieh der „Landesvater“ anläßlich des zehnjährigen Bestehens dem Landeskommando Schleswig-Holstein das Fahnenband – die höchste Auszeichnung, die eine Landesregierung einem militärischen Truppenteil vergeben kann.

„Das Landeskommando – und der Reservistenverband als sein natürlicher Partner – sorgen dafür, dass die Reservisten sich nicht innerlich verabschieden von der Bundeswehr. Dass sie sich stattdessen aus- und weiterbilden, Kameradschaft erleben und sich beordern lassen“, so der Ministerpräsident beim Appell. Das sei wichtig, auch für die Fähigkeiten der Bundeswehr, die eben keine Wehrpflicht-, sondern eine Freiwilligenarmee ist. Wichtig ebenso für die Akzeptanz der Streitkräfte in der Bevölkerung, denn der Reservist sei der Bürger in Uniform, dem die Menschen noch am ehesten begegnen. „Wenn wir also positiv Einfluss nehmen können auf das Bundeswehrbild, dann sollten wir das tun.

Dafür brauchen wir die Reservisten. Und darum ist das Betreuen der Reservisten eine der wichtigen Aufgaben unseres Landeskommandos.“ Dessen Kommandeur, Oberst Ralf Güttler, dankte in seiner Rede ebenfalls den – insbesondere beorderten – Reservisten. Darüber hinaus deren Arbeitgebern, die den Einsatz ihrer Mitarbeiter für die Gesellschaft erst möglich machten. Gleichzeitig verlieh Güttler seiner Hoffnung Ausdruck, dass mit Hilfe des Reservistenverbandes noch mehr unbeorderte Reservisten den Weg in die Beorderung finden könnten. Ministerpräsident Albig lobte diesen Ansatz, das Nachwuchs-Thema auch im Bereich Reserve offensiv anzugehen. „Das Reservisten-Leben soll attraktiver werden.

Ich wünsche Ihnen Erfolg dabei. Wir sollten alles tun, um diejenigen zu halten, deren Herz für die Bundeswehr schlägt, und die bereit sind, weiter unserem Land zu dienen.“ Das ist das Stichwort für die Vertreter des Landesvorstandes vom schleswig-holsteinischen Reservistenverband beim anschließenden Empfang im Offiziersheim: Attraktivität. Dazu erklärt der Landesvorsitzende, Kapitän zur See d.R. Dr. Jens Kullik: „Die Bundeswehr muss ein besonderes Augenmerk auf Rekrutierung und damit Werbung legen. Dazu müssen die Bedingungen deutlich vereinfacht werden, ehemalige Soldaten zu beordern. Um dem Nachwuchsmangel zu begegnen, muss die Truppe attraktiver werden, Verwaltungsbestimmungen abbauen und eine größere Einsatzbandbreite für Reservisten schaffen.“

Sein Gesprächspartner stimmt ihm unumwunden zu – Innenminister Stefan Studt. Zustimmung auch für die Aussagen des Kreisvorsitzenden aus Dithmarschen, Kapitänleutnant d.R. Thomas Däche: „An Reservisten werden körperliche Anforderungen gestellt, als gehe es morgen in den Auslandseinsatz. Das ist Quatsch. Wer Telefondienst macht, muss keinen Marathon laufen können. Gerade für ältere Reservisten müssen wir neue Einsatzmöglichkeiten schaffen.“ Ulf Stecher, Bürgermeister der Kreisstadt Heide, nickt neben ihm. Und der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Neumünster-Einfeld, Oberstleutnant d.R. Detlef Neubauer, ergänzt: „Unsere unbeorderten Mitglieder sind ein wahrer Personalpool für die Bundeswehr.

Das müssen wir vielmehr deutlich machen. Das ist vor allem eine Aufgabe für uns Vorstände.“ Vielleicht hilft bei der künftigen Argumentation ja das Fahnenband der Landesregierung an der Truppenfahne des Landeskommandos. Immerhin formulierte der Ministerpräsident zur Verleihung: „Deutschland dienen. Schleswig-Holstein dienen: Nichts anderes tun Sie jeden Tag, wenn Sie im Landeskommando arbeiten. Eine ehrenvolle Aufgabe.“ Das gelte ohne Abstriche auch für die Reserve- und Unterstützungs-Kompanien „Schleswig“ und „Holstein“.

„Für Ihre Arbeit will sich die Landesregierung heute bedanken, in dem ich das Landeskommando mit der höchsten Auszeichnung ehre, die wir als Land an Einheiten der Bundeswehr verleihen können – dem Fahnenband des Landes Schleswig-Holstein. Die Ehre kommt von Herzen, unser Dank an Sie auch.“

Fotos „Fahnenband“: LKdo SH/Harald Junge / Fotos „VdRBw“: Lars Bessel

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