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Reservisten beim Tag der Bundeswehr in Hohn
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Reservisten und Aktive bei einer öffentlichen Vorführung zum Tag der Bundeswehr in Plön 2017
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Die Barkasse Kuddel der RK Marine Kiel bei der Kieler Woche auf der Förde
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Im Gedenken der gefallenen Kameradinnen und Kameraden auf der ganzen Welt
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„Die Reserve“ der „Kieler Woche“




Die „Kieler Woche“ ist alljährlich ein Ereignis der Superlative: Das größte Segel-sportevent der Welt, eine riesige Partymeile und nicht zuletzt eine perfekte Bühne für Bundeswehr und Reserve. In diesem Jahr fiel der Auftakt besonders superlativ aus …

Kiel. „Warum sind Sie beim zweiten Internationalen Maritimen Mehrkampf dabei?“, lautete die einfache Frage, die der chinesische Politoffizier dennoch länger diskutieren musste. „Weil es sehr interessant ist“, lautete die Antwort. Praktisch war das Team aus dem „Reich der Mitte“ besser: Platz zwei in der Nationenwertung. Der Reservistenverband verstand es erneut, einerseits Soldaten unterschiedlichster Länder zusammen zu bringen, andererseits die Politik für die Interessen der Reservisten zu begeistern: Der Ministerpräsident war voll des Lobes, der stellvertretende Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte voll des Spottes – und avancierte damit zum unbestrittenen Publikumsliebling.

„Internationaler Maritimer Mehrkampf“

Die Besatzung des norwegischen Minensuchers „Otra“ war begeistert: „Endlich ist hier mal was los“, schwärmte der Gefreite Even Langås, als er im Marinestützpunkt Kiel aus dem kalten Wasser der  Förde stieg. Vor der beeindruckenden Kulisse des englischen Hubschrauberträgers „Ocean“ galt es an der DLRG-Station „Schiffbrüchige“ zu retten. Direkt nebenan musste unter Zeitdruck gepaddelt werden. Neben den Norwegern waren in diesem Jahr auch Briten, Spanier, Chinesen, Amerikaner und Deutsche am Start des zweiten „Internationalen Maritimen Mehrkampfes“ (IMM). Für den Cheforganisator des schleswig-holsteinischen Reservistenverbandes, Stabsbootsmann d.R. Kurt-Ewald Finke, ein voller Erfolg: „Hier wurden erstaunliche Leistungen gezeigt.“ Für Leutnant Chen von der chinesischen Fregatte „Xiang Tan“ wird dabei nach eigener Aussage vor allem der Wurfleinenwettbewerb in Erinnerung bleiben.
Und vermutlich das Ergebnis: Platz eins nach weiteren Stationen wie Gefahrenabwehr, Lauf und Klettern belegte mit 2.365 Punkten der Deutsche Seesportverband, gefolgt von eben den Chinesen mit 1.862 Punkten, auf Platz drei die Norweger mit 1.418 Punkten. Auf den Plätzen vier und fünf folgten die USS „Carter Hall“ mit 1.416 Punkten sowie die spanische Fregatte „Mendez ?unez“ mit 1.368 Zählern.
„Sport verbindet“, stellt Finke nicht ohne Stolz fest, und plant in Gedanken bereits die dritte Ausgabe des „IMM“ zur „Kieler Woche 2017“. Ohne die Unterstützung von THW und vor allem der DLRG ist das allerdings nicht denkbar, weshalb er beiden Organisationen seinen ausdrücklichen Dank für deren Hilfe ausspricht.

„Feldempfang“

Während sich die Soldaten nach dem „IMM“ noch abtrocknen, nehmen in den weißen Zelten vor der Petrus-Kirche in Kiel-Wik bereits die Teilnehmer des 39. Feldempfangs in „erster Geige“ Platz: Auf Einladung des VdRBw-Landesvorsitzenden, Kapitän zur See d.R. Dr. Jens Kullik, geben sich mehrere hundert aktive und ehemalige Soldaten, Vertreter von Behörden und Organisationen, Gerichten und Verwaltungen, bis hin zur Landesregierung ein Stelldichein.

Kullik verweist in seiner Begrüßung  auf die erhöhten Bedrohungspotentiale im internationalen Kontext, die gestiegenen Anforderungen an die Bundeswehr und den Beitrag der Reservisten bei deren Bewältigung. Er zeigt darüber hinaus die Leistungen der Reserve im Bereich der Flüchtlingshilfe auf. Der Reservistenverband sei auf gutem Kurs: Die sicherheitspolitische Weiterbildung und die militärische Ausbildung der Reserve seien im vergangenen Jahr weiter professionalisiert worden, inklusive einer verstärkten Zusammenarbeit mit den aktiven Kräften der Bundeswehr. Das Land könne sich auf seinen Reservistenverband verlassen, so Kullik.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig, der mit Innenminister und dessen Staatssekretärin angereist war, stattete „herzlichen Dank“ ab: „Ihr Engagement wird immer wichtiger!“ Der Bedarf an gut ausgebildeten Reservisten steige weiter, dieser „Ehrendienst“ werde dringender denn je gebraucht. „Ohne die Reservisten wäre die Bundeswehr nur halb so stark!“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Markus Grübel , wies in seiner Rede darauf hin, dass das Vierteljahrhundert des „Schrumpfens“ vorbei sei, die Bundeswehr werde materiell wie personell wieder wachsen: „Die Trendwende ist eingeleitet.“ Dabei sei und bleibe die Reserve ein „wichtiger Bestandteil der Sicherheitsvorsorge“.
Last but not least trat nach mehrfachen musikalischen Einlagen des Marinemusikkorps Kiel der stellvertretende Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Rainer  Brinkmann, ans Rednerpult. Was folgte, überraschte selbst dessen Adjutanten: ein „Kniefall, Heiratsantrag und Treueschwur“ für die einst als „fünfte Kolonne“ beschimpften Reservisten. Die Reserve sei mittlerweile unverzichtbar – und: „Wir sind stolz auf Sie!“ Tobender Applaus. Erbsensuppe.

Geschrieben von Lars Bessel

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