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Eiswolf 2020 – Die Hunterforce schlägt zurück

Seit Jahren ist der EISWOLF schon offizieller Partner der im Februar in Dänemark stattfindenden Bruderveranstaltung BLUE NAIL. „Ich freue mich zu sehen, dass immer mehr potentielle Wettkämpfer unsere Veranstaltung als Testlauf für eine eventuelle Teilnahme am BLUE NAIL wahrnehmen“, sagte Michael Barth in seiner Begrüßungsrede.

Eiswolf 2020 - Foto: Sabine Oelbeck

© Sabine Oelbeck

Bildautor: © Sabine Oelbeck

Ende Januar ist seit Jahren für viele Soldaten aus nah und fern ein fester Termin im Kalender. Grund hierfür ist der EISWOLF, eine fordernde Mischung aus Nacht-Orientierungsübung und Wettkampf, der in diesem Jahr zum 14. Mal rund um die Wulf-Isebrand-Kaserne in Heide stattfand. Federführend für die internationale Großveranstaltung ist die Reservistenkreisgruppe Dithmarschen. Unterstützt von insgesamt fast 200 Funktionern aus Militär-und Blaulichtorganisationen luden Hauptfeldwebel Michael Barth und Oberstabsfeldwebel Kester Peters zum Wettkampf um den Pokal und den ultimativen Test von Fähigkeiten und Durchhaltevermögen in die beschauliche Gemeinde im Norden Deutschlands ein. Die zehn Stationen, verteilt auf eine diesjährige Punkt-zu-Punkt-Distanz von knapp 44 Kilometern, hatten auch dieses Jahr wieder ein breit gefächertes und spannendes Anforderungsprofil für die 160 Teilnehmer aus der Schweiz, Dänemark, Finnland, Frankreich, Tschechien und Deutschland zu bieten.

 

Seit Jahren ist der EISWOLF schon offizieller Partner der im Februar in Dänemark stattfindenden Bruderveranstaltung BLUE NAIL. „Ich freue mich zu sehen, dass immer mehr potentielle Wettkämpfer unsere Veranstaltung als Testlauf für eine eventuelle Teilnahme am BLUE NAIL wahrnehmen“, sagte Michael Barth in seiner Begrüßungsrede. Seinen langjährigen Ehrengast, den Wettkampfleiter des BLUE NAIL, Bjarne Andresen, hieß er herzlich willkommen. Seit drei Jahren schon begleite man die Veranstaltung des jeweils anderen, lerne voneinander, stimme sich ab und schmiede immer neue Pläne, um die Wettkämpfer effektiv, ausgewogen und manchmal auch kreativ an ihre Grenzen zu führen. Die Teilnehmerzahlen sprechen für sich. Schon seit mehreren Jahren übersteigen die Anmeldezahlen die tatsächliche Höchstbegrenzung an Startplätzen. Ein gutes Zeichen, meint Barth, dass man mit dem EISWOLF auf dem richtigen Weg sei. Oberst Ralf Güttler, Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein, lobte bei der Begrüßung der 460 Teilnehmer die monatelange Vorbereitung und bedankte sich bei allen beteiligten Kräften für ihr Engagement. Er betonte auch die enge Verbundenheit und die große Unterstützung zu und durch die regionalen Blaulichtorganisationen THW und DLRG, ohne die viele – beliebte und berüchtigte – Kernstationen des EISWOLF nicht möglich wären.

 

 

Er begrüßte auch erstmals die Kyffhäuserkameradschaft Nordhastedt, die ihren Schießstand für das Präzisionsschießen mit dem Luftgewehr bereitgestellt hatte. Der neue Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr und Mitglied des Bundestages, Oberstleutnant Prof. Dr. Patrick Sensburg, überbrachte ebenfalls Grüße und schaute sich zusammen mit dem Vizepräsidenten des Reservistenverbandes, Oberst Martin Hammer, der Bundestagsabgeordneten und Neumitglied im Reservistenverband Astrid Damerow, dem Landtagsabgeordneten Andreas Hein, dem Kommandeur der Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Appen Oberst Michael Skamel sowie dem Kommandeur der II. Lehrgruppe der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Heide, Oberstleutnant Holger Eberhardt die einzelnen Stationen an. Wie auch in den Vorjahren führte nicht nur die Leistung an den einzelnen Stationen allein zum Ziel. Von mindestens ebenso großer Bedeutung war das überlegte und taktische Bewegen im Gelände, was maßgeblich durch die Verstärkung der Hunterforce, dem Feindkommando, beeinflusst wurde. Mit dem Schwerpunkt auf die Hunterforce in diesem Jahr sollte für die Teilnehmer eine ständig anhaltende Feindpräsenz dargestellt werden.

 

Unterstützt von moderner Technik, zwei Aufklärungspanzern vom Typ Fennek und Spürhunden war es die Aufgabe dieser, fast über das gesamte Übungsgebiet verteilten Spezialtruppe, unvorsichtige Läufer aufzuklären und zu identifizieren. Dieser Auftrag wurde der RSUKp Schleswig des Landeskommando SH in der Koordination und Durchführung und unter der Leitung des Hauptfeldwebel Volker Jungkuhn übertragen. Zu dessen Unterstützung kamen wieder Kameraden von der dänischen Heimwehr unter der Leitung von Olaf Herzog, die bereits zum wiederholten Mal teilnahmen. Schon im Vorwege haben sich Hauptfeldwebel Jungkuhn und Olaf Herzog in gegenseitiger Absprache um den Auftrag gekümmert. Weiterhin war ein festgelegtes Gebiet besonders zu überwachen, dass durch die RSU Berlin unter der Führung von Oberstleutnant Randolf Richter erfolgte. Diese Aufträge wurden von allen Beteiligten sehr professionell und hervorragend ausgeführt. Dies zeigte sich darin, dass alle Teilnehmer übereinstimmend bestätigten, dass der Feinddruck in diesem Jahr besonders groß war. Auch die Anzahl der Aufgriffe durch die Hunterforce sprachen für eine hohe professionelle Ausführung. Die zielführende Arbeit von der RSUKp Schleswig und der RSU Berlin sowie von den Dänischen und Schweizer Kameraden haben maßgeblich zum großen Erfolg des Eiswolfs 2020 beigetragen.

 

 

Für den Chef-Organisator Hauptfeldwebel Michael Barth war an den drei Tagen nicht an Schlaf zu denken, obwohl er durch ein großes Team an Funktionern, bestehend aus Mitgliedern der RK Itzehoe, der RK Kellinghusen, der RK Pinneberg, der RK Einfeld, dem THW Tönning, dem THW Heide sowie der DLRG Büsum Wesselburen unterstützt wurde, die die Stationen Präzisionsschießen, Kampfmittelerkennung, Kommunikations- und Koordinationsfähigkeiten, KFZ-Kontrolle, kombinierte Aufgabenstellung, Lastenbewegung in schwierigem Gelände, Watercrossing bei einstelligen Außentemperaturen, Waffendrill, Abarbeitung einer sanitätsdienstliche Lage sowie Waffenkunde besetzt hatten. Bei der abschließenden Siegerehrung sprach er sich sichtlich zufrieden über den Ablauf und die Ergebnisse aller Wettkampfparteien aus. Es habe „alles geklappt“. Man habe die Teams an ihre Grenzen geführt, welche großartige Leistungen vollbracht haben. Die Hunterforce habe seinem diesjährigen Motto alle Ehre gemacht und es habe keine schwerwiegenden Verletzungen gegeben. Alles in Allem sei der diesjährige EISWOLF wieder einmal „ein voller Erfolg“ gewesen. Auch er bedankte sich namentlich bei allen Verantwortlichen der beteiligten Kräfte, ob militärisch oder zivil, und betonte noch einmal, dass ohne diese über die Jahre immer weiter gefestigte und gewachsene großartige Zusammenarbeit der EISWOLF weder in dieser Größe, noch in der Vielfältigkeit seiner Aufgaben durchführbar wäre. Eine besondere Freude war es ihm, die bereits jahrelange Verbundenheit zum BLUE NAIL, und damit verbunden zu dessen Veranstalter Leutnant Bjarne Andresen, symbolisch mit dem Austausch einer gemeinsam unterschriebenen, offiziellen, Partnerschaftsurkunde zu besiegeln.

 

Auch Oberstabsfeldwebel Kester Peters, der gesamt Leitende, zeigte sich sichtlich zufrieden, gratulierte allen Wettkämpfern zu ihren individuellen Leistungen und verkündete die diesjährigen Sieger: Den dritten Platz, mit 612 Punkten, erkämpfte sich das Team Nummer 18 „Wyk auf Föhr. Der zweite Platz ging mit 629 Punkten an das Team Nummer 8 „LKdo Niedersachsen 3“ und den ruhmhaften Sieg, mit überragenden 925 Punkten – trotz eines Aufgriffes durch die Hunterforce – holte das Team 32 „Gorch Fock“, bestehend aus Oberleutnant zur See Markus Korn und Oberleutnant zur See Jörg Oeffner an ihren Heimatstandort Kiel. Beide sind erfahrene „Eiswölfe“ und konnten schon in der Vergangenheit überragende Ergebnisse für sich verbuchen. Das gesamte EISWOLF-Team bedankt sich bei allen Beteiligten, gratuliert den Gewinnern und freut sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, wenn es zum 15. Mal heißt „Willkommen Freunde des EISWOLF“.

 

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