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Reservisten beim Tag der Bundeswehr in Hohn
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Reservisten und Aktive bei einer öffentlichen Vorführung zum Tag der Bundeswehr in Plön 2017
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Im Gedenken der gefallenen Kameradinnen und Kameraden auf der ganzen Welt
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Mit Herzschlag für die Reserve




Bildautor: © Ilke Just

Sicherheitspolitik in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und terroristischer Anschläge stellt auch die Bundeswehr und die Reserve der Bundeswehr vor neue und vielschichtige Aufgaben. Am 18. Oktober 2019 präsentierte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin die neue Strategie der Reserve als Folge der sicherheitspolitischen Veränderungen. Maßgeblich beteiligt am Konzept ist Oberstleutnant Detlef Schachel, Referent für Reservisten- und Veteranenangelegenheiten im Verteidigungsministerium. Am 27. Februar 2020 erläuterte er vor einer großen Runde von Politik, Bundeswehr und Institutionen auf Einladung des Landesvorsitzenden, Oberstleutnant d.R. Dr. Marc Lemmermann, beim Kaminabend im Hotel „Kieler Yacht Club“ die Eckpunkte der Strategie und die Umsetzungsplanung für dieses Jahr.

 

Mit dem Grundlagenpapier schafft die Strategie der Reserve ein dynamisches Konzept, das die Kernelemente der Reserve wie Freiwilligkeit, Strukturen, Personal, Material und Ausbildung zwar in wesentlichen Eckpunkten festlegt, aber welches noch mit Leben gefüllt und stetig den aktuellen Entwicklungen angepasst werden muss. Ziel ist es, bis 2032 eine in allen Bereichen handlungsfähige und einsatzbereite Reserve zu schaffen. Ein Slogan aus dem neuen Grundlagendokument lautet: „Aus dem aktiven Dienst zu entlassen, heißt für die Reserve gewinnen“ und beschreibt das große Ziel des neuen Konzepts.

 

 

Hauptsächlich gilt es, beorderte Reservistinnen und Reservisten in allen Organisationsbereichen für die strukturgebundene Verstärkungsreserve zu binden und dabei, wo immer möglich den regionalen Bezug zu beachten. Ungedienten steht je nach Eignung, Befähigung und Leistung ebenfalls der Weg in die Reserve offen. Auch ist ein Einstieg über die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU Kr) möglich. Dabei ist die Nähe zur Heimat für die Erreichbarkeit der Reserve als verlässliche Größe in Krisenzeiten von großer Bedeutung. „Heute dienen die Reservisten in erster Linie nicht wegen des Geldes“, sagt Detlef Schachel, „vielmehr sind die Nähe zum Wohnort, ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld, eine dem Auftrag entsprechende Ausstattung, regelmäßiges in Übung halten, Kameradschaft sowie die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Reservistendienst entscheidende Kriterien für die Attraktivität des Reservistendienstes“.

 

Um die Ausbildung/Inübunghaltung von Reservisten attraktiv und qualitativ zu gestalten, sind Regionale Ausbildungsstützpunkte z.B. auf Truppenübungsplätzen, oder großen Truppenunterkünften geplant, die überwiegend an Wochenenden genutzt werden können. Das wesentliche Kernelement der Strategie der Reserve ist die Grundbeorderung. Sie sieht die grundsätzliche Einplanung aller wehrdienstfähig aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Soldatinnen und Soldaten in die Reserve für einen Zeitraum von sechs Jahren vor. Dabei soll nach Möglichkeit berücksichtigt werden, in welcher Einheit die Soldatinnen und Soldaten ihre im Dienst erworbenen Fähigkeiten am besten anwenden können. Eine dementsprechende Einplanung, möglichst ergänzt um einige Übungen zum Erhalt der Fähigkeiten und Fertigkeiten, ermöglicht einen zügigen Aufwuchs ohne langwierige Krisenausbildung. In Friedenszeiten bleibt die Teilnahme an den Wehrübungen freiwillig.

 

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Die sechsjährige Grundbeorderung kann durchgängig oder in zwei Abschnitten absolviert werden. Bis es im Oktober im Zuge der Jahrestagung der Reserve zur Bekanntgabe der Verfahren zur Grundbeorderung kommt, sind noch viele Fragen u.a. zum Ablauf, der Infrastruktur, der Dienstleistungsüberwachung und der IT-gestützten Bearbeitung zu klären. Bei der Umsetzung der neuen Strategie kommt den Reservistinnen und Reservisten in ihrer Region als Mittler und Multiplikator für die Bundeswehr in der Gesellschaft eine bedeutende Rolle zu. „Dabei beschränkt sich die Mittlerrolle nicht auf hochwertige Veranstaltungen; sie beginnt bereits beim Gespräch über dem Gartenzaun“, betont Schachel. Damit die Reservistinnen und Reservisten die „Vision Reserve 2032+“, wie der Untertitel des Strategiepapiers lautet, besser und wirkungsvoller nach außen kommunizieren können, wird ein neues Kommunikationskonzept erstellt, das sowohl die neuen Inhalte als auch die digitalen Medien berücksichtigt.

 

Erstmals sollen auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie die Dienstherren in das Kommunikationskonzept mit eingebunden werden. Dieses Konzept soll ebenfalls noch im laufenden Kalenderjahr 2020 vorgestellt und eingeführt werden. „Die neue Strategie erfordert von allen Beteiligten eine neue Denkweise, die Bereitschaft unpopuläre Entscheidungen zu erklären, Mut und die Mitarbeit von vielen“, fasste Detlef Schachel die zukünftigen Aufgaben zusammen. Die interessierten Zuhörer aus Politik, Bundeswehr und Institutionen nahmen im Anschluss den neuen Herzschlag der Reserve auf und tauschten sich im gemütlichen Rahmen aus.
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