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Cybercrime- eine oft unterschätzte Bedrohung




Hochspannende Einblicke in die Welt der Internetkriminalität erhielten die Teilnehmer eines Informationsabends Ende Oktober im Thüringer Finanzministerium in Erfurt. Mit verblüffenden Fakten und zuweilen unglaublichen Geschichten aus dem wahren Leben warteten die beiden Referenten auf: Diplomkriminalist Peter Hehne, Abteilungsleiter Auswertung und Ermittlung im LKA Thüringen, und Hauptmann a.D. Bernd König von T-System International.

Das Internet als Tatmittel beschäftige die Ermittler von Jahr zu Jahr mehr, sagte Kriminaldirektor Hehne. Im Jahr 2014 waren es bereits fast 6000 Fälle in Thüringen. Extrem zugenommen habe dabei das Abfangen und Ausspähen von Daten mit 748 Vorfällen in 2014. „Und das sind nur die uns bekanntgewordenen Dinge“, so Hehne. Es bedürfe dringend eines Straftatbestandes der Datenhehlerei, „hier gibt es eine Lücke in der Gesetzgebung“. Zugleich regte der LKA-Mann eine breite gesellschaftliche Debatte darüber an, „mit welchen Instrumenten wir Cybercrime bekämpfen sollen. Wir wollen niemanden beschnüffeln oder ausspionieren, aber wir brauchen neue Möglichkeiten, wenn wir diesen Kriminellen das Handwerk legen sollen“, betonte Hehne.

Insbesondere Mittelständler müssten sich noch besser gegen Angriffe aus dem Internet schützen. Aber auch der Privatmann werde immer wieder und unentwegt Opfer. „Wer hat eigentlich ein Anti-Virus-Programm auf seinem Smartphone?“, fragte Referent Bernd König die Zuhörer und schob hinterher: „Da ist oft mehr drauf als auf dem Heimcomputer.“ Wer sich ausreichend geschützt fühle, täusche sich in der Regel gewaltig. Das Grundbedürfnis der Menschen nach Vertrauen, nach Kommunikation und Anerkennung werde rigoros ausgenutzt.

„Wir hecheln der globalen Entwicklung hinterher. Und das wird von allein auch nicht besser, Hoffnung ist eh eine schlechte Strategie“, warnte König, der immerhin auf eine 30-jährige Erfahrung auf dem Gebiet der IT-Sicherheit verweisen kann. „Es muss eine Alarmkette existieren, die bei einem Angriff auch sofort einsetzt.“

Dieser sicherheitspolitische Abend war eine äußerst aufschlussreiche Veranstaltung und hielt für jeden der Teilnehmer reichlich Informationen und Neuigkeiten bereit. Wie reizvoll das Thema Cybercrime ist, zeigte nicht zuletzt der Fakt, dass auch die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert (SPD) als Gast gekommen war. „Ich bin sehr neugierig auf die Vorträge und hoffe zu erfahren, wie wir dem Problem wehrhaft und dauerhaft begegnen können“, hatte sie zu Beginn der Veranstaltung gesagt. Die beiden Referenten konnten dazu jedenfalls einige Denkanstöße geben.

Text und Foto: Jörg Heise

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