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Landesgruppe Thüringen

Exkursion bot vielfältige Einblicke




Nach mehreren Jahren stand für die Mitglieder der Landesgruppe Thüringen wieder eine mehrtägige sicherheitspolitische Exkursion im Angebot. Ziel war Mitte Oktober der Großraum Berlin. Reservisten und Förderer aus fünf Kameradschaften (Bad Salzungen, Erfurt, Mühlhausen, Sondershausen, Tonndorf) machten sich mit Kleinbussen auf den Weg nach Beelitz, wo das Logistikbataillon 172 Unterkünfte im Feldwebelwohnheim bereitgestellt hatte und als Ausgangspunkt für die Touren diente. Organisiert hatte das Programm der Schatzmeister der Landesgruppe, Major d.R. Mathias Werner, der im Beelitzer Bataillon bis 2016 als Kompaniechef beordert war.
Einblicke in die Aufgaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr erhielten die Exkursionsteilnehmer in der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Geltow bei Potsdam. Als Presseoffizierin für das Einsatzgebiet Mali ging Oberleutnant Valerie Ostermann im Besonderen auf das afrikanische Land ein, wartete mit einer Reihe aktueller Infos und Bilder sowohl zur Trainingsmission EUTM Mali im Süden des Landes als auch zum UN-Kontingent MINUSMA im Norden auf. „Neben Afghanistan stellt Mali das derzeit gefährlichste Einsatzgebiet für die Bundeswehr dar“, sagte sie. Temperaturen im Hochsommer von deutlich über 40 Grad stellten eine zusätzliche Herausforderung dar.

Wald der Erinnerung
Der Wald der Erinnerung befindet sich ebenfalls in der Henning-von-Tresckow-Kaserne, hier der aus Afghanistan überführte Ehrenhain vom Außenposten OP North  Foto: Jörg HeiseEbenfalls in der Henning-von-Tresckow-Kaserne gelegen, stand auch der Wald der Erinnerung auf dem Besuchsprogramm. Er ist den im Auslandseinsatz ums Leben gekommenen Kameraden gewidmet. Während der Führung bekamen die Thüringer viele detaillierte Informationen über Ereignisse und Schicksale. Die Stelen mit den Namen der Opfer und die originalgetreuen Ehrenhaine, die aus den Einsatzländern in den Wald der Erinnerung verlegt wurden, sind Zeitzeugnisse vor allem der jüngeren Geschichte der Bundeswehr. Dass hierher, obwohl Kasernengelände, jedermann Zugang hat, ist verblüffend und begrüßenswert zugleich.
Über seine Erfahrungen vom KFOR-Einsatz berichtete Hauptbootsmann Carl Wossidlo in der Beelitzer Hans-Joachim-von-Zieten-Kaserne. „Es ist ruhig und geht dem Abbau des Standortes entgegen“, ließ der Transportgruppenführer wissen, der erst eine Woche zuvor vom Einsatz aus Prizren im Kosovo zurückgekehrt war. Wenn 2018 nach 19 Jahren die Bundeswehr-Präsenz in Prizren endet, sei das wiederum für die einheimischen Zivilbeschäftigten bei KFOR ein schwerer Moment. „Sie verdienen bei uns rund 500 Euro, deutlich mehr als die normale Bevölkerung“, so Wossidlo. „Wie es für sie dann weitergeht, wissen sie meist nicht.“
Neben dem KFOR-Einsatz im Kosovo mit rund 80 Soldaten liegt der Schwerpunkt des Logistikbataillons 172 bei den Auslandsmissionen in Afghanistan, wo die Beelitzer rund 100 Kameraden stellen, erläuterte Hauptmann d.R. Christian Lambeck, Mitglied der RK Mühlhausen und Kompanieeinsatzoffizier der 6. Kompanie des Logistikbataillons 172. Soldaten des Truppenteils seien zudem bis vor Kurzem an der Ausbildungsunterstützung im Nord-Irak beteiligt gewesen und gehören derzeit auch den Kontingenten EUTM Mali und MINUSMA an. Seine 6. Kompanie, erklärte Lambeck, bestehe ausschließlich aus Reservisten und sei eine inaktive Einheit. Zweimal im Jahr stünden Übungen an, um die Reservisten fit zu machen bzw. zu halten.

CDU Bundesgeschäftssstelle
Gert Olav Göhs (links) führte die Thüringer Gruppe durch das Konrad-Adenauer-Haus, die Parteizentrale der CDU in Berlin  Foto: Jörg Heise Gert Olav Göhs empfing die Thüringer Gruppe im Konrad-Adenauer-Haus im Berliner Stadtteil Tiergarten. Der Referent für Außen- und Verteidigungspolitik der CDU-Bundesgeschäftsstelle erläuterte die Aufgaben der 120 Mitarbeiter, führte die Gäste durch die Parteizentrale und die Ausstellung der Wahlplakate mehrerer Jahrzehnte. Das Ergebnis der Bundestagswahl wertete Göhs kämpferisch. „Wir haben unsere drei strategischen Ziele erreicht: Wir sind weiterhin stärkste Partei, keine Regierungsbildung ohne die CDU und Angela Merkel bleibt Kanzlerin.“ Zugleich räumte er unumwunden ein: „Der Stimmenverlust ist natürlich ärgerlich.“
Wie es sich mit der aktuellen Situation der Sitzverteilung im Bundestag verhält und wie die grundsätzlichen Abläufe hier aussehen, darüber konnten die Exkursionsteilnehmer allerhand im Reichstagsgebäude erfahren. Auf den Besuchertraversen im Plenarsaal ließ sich erahnen, wie es hier in den Debatten zugeht. Darüber hinaus bot das Reichstagsgebäude Einblicke in historische Ereignisse, nicht nur anhand der Ausstellungsbilder im Foyer der Kuppel. In einem eher abgeschiedenen Teil des Objektes zeugten in kyrillischer Schrift in die Wände geritzte Wörter und Sätze von der Einnahme des Reichstags durch die Sowjetarmee zum Kriegsende 1945.

Text: Jörg Heise
Bild: Wald der Erinnerungen (Der Wald der Erinnerung befindet sich ebenfalls in der Henning-von-Tresckow-Kaserne, hier der aus Afghanistan überführte Ehrenhain vom Außenposten OP North) / J.Heise
Bild: CDU Bundesgeschäftsstelle (Gert Olav Göhs (links) führte die Thüringer Gruppe durch das Konrad-Adenauer-Haus, die Parteizentrale der CDU in Berlin) / J.Heise

 

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