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Stabsfeldwebel a.D. Ulrich Naujoks

Bildautor: Ralph Erlmeier

Stabsfeldwebel d.R. Thomas Friedrich, Stabsfeldwebel a.D. Ulrich Naujoks, Hauptbootsmann Nicky Heimann (v.l.n.r.)

Bildautor: Ralph Erlmeier

Stabsunteroffizier d.R. Karl-Peter Pützer, Stabsfeldwebel d.R. Matthias Graßmel, Oberstabsbootsmann d.R. Hans Lilge (v.l.n.r.)

Bildautor: Ralph Erlmeier

Augenzwinkern beschreibt Stabsfeldwebel a.D. Ulrich Naujoks so seine Arbeit als Feldwebel für Reservistenangelegenheiten. Über 13 Jahre hat er den Dienstposten in Berlin mit viel Freude und Engagement ausgefüllt, bevor er Ende September 2020 in den Ruhestand versetzt wurde.

Das Pandemie-Jahr 2020 ist für die Berliner Reservisten von weiteren einschneidenden Veränderungen markiert. Im Dezember 2020 wird ein neuer Landesvorstand gewählt, der für die nächsten Jahre die Geschicke der Landesgruppe prägen wird. Und bereits Ende September verabschiedete sich der Berliner Feldwebel für Reservistenangelegenheiten Stabsfeldwebel Naujoks in den Ruhestand. Für mehr als 13 Jahre hat er die Ausbildung der Reservisten entscheidend mit gestaltet hat. Von dem über Jahre aufgebaute, in vielerlei Hinsicht umfangreiche Ausbildungsangebot profitierten viele Berliner Reservisten – ob mit oder ohne Beorderungsdienstposten.

Rückblick: Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr und der einhergehenden Außerdienststellung nichtaktiver Truppenteile verlor bis Anfang der 2010er Jahre die Mehrheit der Reservisten ihre militärische Heimat. Dieser Tiefschlag verstand die freiwilligen Reservistenarbeit in Berlin jedoch zu nutzen. Durch eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Teilen des Reservistenverbandes, insbesondere des Arbeitskreises Reserveunteroffiziere (AKRU) der Landesgruppe Berlin entwickelte sich Schritt für Schritt eine außergewöhnliches Angebot an militärischer Ausbildung, die weit über die regionalen Grenzen hinaus Anerkennung und Zuspruch fand.

Oberstabsbootsmann d.R. Hans Lilge

Diese Erfolgsgeschichte begann bereits mit Oberstabsbootsmann d.R. Hans Lilge, der von 1999 bis 2011 den Dienstposten innehatte. Schon unter seiner Leitung verstand man es, Vorausbildung mit Truppenübungsplatzaufenthalten erfolgreich zu kombinieren. Als 2006 Ulrich Naujoks nach Berlin kam, nahm das Geschehen richtig an Fahrt auf, hatte dieser doch bereits sechs Jahre als Ausbildungsfeldwebel an der Heeresunteroffiziersschule I im Gepäck. An infanteristischer Erfahrung fehlte es weder Naujoks noch Lilge, noch den Kameraden der AKRU, die allesamt aus der Grenadier- oder Jägertruppe stammten. Als sich nach seiner Pensionierung Hans Lilge entschied, sich weiter nahtlos in der Landesgruppe als Reservist zu engagieren, war die Ausgangslage ideal.

In den Folgejahren festigte Naujoks zusammen mit seinem engagierten Kameraden Stabsfeldwebel d.R. Thomas Friedrich die konzeptionelle Ausrichtung und baute ein modulares, thematisch abgestimmtes und aufeinander aufbauendes Ausbildungssystem auf. In der Kaserne wurden Waffen und militärische Grundlagen in Theorie und Praxis so vor geübt, dass dies dann beim anschließenden Truppenübungsplatzaufenthalt erfolgreich umgesetzt werden konnte. Schrittweise wurden aus ursprünglich zwei fünf Aufenthalten im Jahr, inklusive ausführlichen Schießtrainings und des wiederbelebten militärischen Wettkampfs „Pfadfinder“. 80 bis 100 Teilnehmer waren damals keine Seltenheit. Kein Wunder bei den attraktiven Ausbildungsthemen, wie die „Gruppe in der Verteidigung“, „Durchkämmen eines bewaldeten Geländes“ oder „Kampf im urbanen Gelände“. „Husar“, „Dragoner“, „Fläminger Jäger“ und „Berliner Bär“ hießen die Höhepunkte auf dem nahegelegenen Truppenübungsplatz Lehnin, der mit Waldkampfbahn, Jägerbahn, Orts- und Häuserkampfanlagen dazu ideale Möglichkeiten bietet.

Stabsfeldwebel a.D. Ulrich Naujoks

Mit der Wiederaufstellung von Reservistenkompanien begann sich diese Zeit ab dem Jahr 2013 zu verändern. Die freiwillige Reservistenarbeit als einst „hoch attraktive Alleinanbieter“ militärischer Ausbildung fand sich quasi in einer „Konkurrenzsituation“ mit den langsam wachsenden, nun sehr zahlreichen Angeboten für beorderte Reservisten wieder. Mittlerweile gibt es nicht nur die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie Berlin (RSU), sondern auch Reservistenkompanien beim Wachbataillon und noch weitere zahlreiche Angebote beim Sanitätsregiment I oder im neu aufgestellten Landeskommando. Sichtbares Zeichen dieser Niederschlag ist das starke Abschmelzen an Teilnehmerzahlen bei der beorderungsunabhängige Reservistenarbeit (BeoRes). Die Gründe sind vielfältig: beorderte Reservisten können und sollen u.a. ihre militärische Ausbildung während ihres Dienstes durchführen und verdienen dabei nicht nur Geld, sondern arbeiten auch an ihrem Dienstgrad. „Das kann man nicht wirklich verübeln, aber es ist sehr schade“, kommentiert Naujoks diese Entwicklung. Die Corona-Pandemie, die 2020 für den Ausfall fast aller Veranstaltungen sorgte, verstärkt diese Entwicklung.

„Die beorderungsunabhängige Reservistenarbeit muss weiter bestehen bleiben“, fordert der gebürtige Gelsenkirchener. Sie ist auch weiterhin für Kameraden sehr wichtig, die sich aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht beordern lassen können oder wollen.“ Um nicht weiter Konkurrenz aufzubauen, sondern im Gegenteil sich optimal zu ergänzen, hat man für die Jahresplanung 2020 erstmalig und ganz ausführlich versucht, alle mit ins Boot zu holen, sie in die Planung einzubinden. „Damit wir uns so aufeinander abstimmen, dass eben nicht diese Konkurrenz aufbauen“, so Naujoks. Die beorderungsunabhängige Reservistenarbeit hätte eine ganz bestimmte Kern-Aufgabe, nämlich die Basisausbildung, sodass dies nicht die beorderte Truppenteile machen müssten.

Entsprechend wird das Angebot für die nächste Zeit in Inhalte und Umfang angepasst. Es sollen wieder verstärkt die Grundfähigkeiten ausgebildete werden, in der Handhabung der Waffen genauso wie bei der Beherrschung infanteristischen Verhaltens. So will man wieder militärische Abholpunkte schaffen, die für eine weitere Verwendung notwendig sind. „Wir müssen uns gegenseitig ergänzen. Ich hoffe, dass das im nächsten Jahr so klappt“, so Naujoks. Eine schwierige Aufgabe, die seit Anfang Oktober Hauptbootsmann Nick Heimann übernommen hat. Als kommunikativer Mensch freut sich dieser auf den neuen Dienstposten und ist froh, dass er mit Thomas Friedrich einen erfahrenen Kameraden an der Seite hat. Naujoks wünscht seinem Nachfolger, eine weiter so gute Zusammenarbeit mit den Reservisten der Landesgruppe und blickt zufrieden auf „den schönsten Dienstposten meiner militärischen Laufbahn zurück.“

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