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Reservisten decken Fähigkeitslücken ab




Mit einem spannenden Vortrag des Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses, General Knud Bartels, startete das diesjährige Midwinter Meeting der internationalen Reserveoffiziersvereinigungen CIOR (Conféderation Interalliée des Officiers de Réserve) und CIOMR (Conféderation Interalliée des Officiers Médicaux de Réserve) in Brüssel. "Mit ihrem Wissen aus dem beruflichen und militärischen Leben decken Reservisten zukünftige Fähigkeitslücken optimal ab. Reservisten werden daher von entscheidender Bedeutung für die Allianz sein", so der dänische Vier-Sterne-General Bartels.

Für die Arbeit während des viertägigen Treffens in der zurückliegenden Woche im Nato-Hauptquartier hatten sich beide Organisationen zahlreiche Themen vorgenommen. In den CIOR-Ausschüssen ging es auch um die Vorbereitung des Sommerkongresses vom 30. Juli bis 4. August in Kopenhagen. Dieser bietet jungen Reserveoffizieren sowohl die Möglichkeit zur Teilnahme am militärischen Fünfkampf als auch an einem Workshop. Parallel zum Kongress wird eine CIMIC-Übung stattfinden. In Brüssel standen des Weiteren Themen zur Partnerschaft für den Frieden (Partnership for Peace) sowie grundsätzliche rechtliche Fragen zur Reserve auf der Agenda.

Beim CIOMR-Treffen absolvierten die Sanitätsoffiziere ein wissenschaftliches Programm rund um die Behandlung körperlicher Verletzungen, wie Amputationen oder der Schädigung innerer Organe. Dabei gingen die Themen des Kongresses über die reine medizinisch-wissenschaftliche Komponente hinaus. Es wurden unter anderem Fragen wie diese erörtert: Welche Folgen hat die immer weitergehende Spezialisierung von Medizinern im zivilen Bereich für den Bedarf der Wehrmedizin? Denn letztlich müssten Reservisten im Einsatzfall in der Lage sein, am verwundeten Soldaten auch umfassende chirurgische Eingriffe vornehmen zu können.


Jörg Schnurre / Dr. Mathias Oldhaver

Bild oben: Der dänische General Knud Bartels
ist amtierender Vorsitzender des Nato-Militärausschusses
(Foto: Jörg Schnurre)

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