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Reservistenkameradschaft Dachauer Land

Die Reserve

Der etwas andere Einsatz




(von links) Vorstand Martin Thon, Referent Prof. Dr. Zöller, Dr. Ralf Schöninger vom BRK Dachau, Andreas Schultze als Leiter KVK Dachau, Kreisbrandrat Franz Bründler und Mirko Lange, KpFw beim Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr

Ein besonderer Vortragsabend der Reservistenkameradschaft Dachauer Land stand am 14. Mai 2019 unter dem Thema „Der etwas andere Einsatz: Kampf gegen gefährliche Infektionskrankheiten“.

Referent des Abends war Oberstarzt Prof. Dr. Zöller, Direktor des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr in München. Unter den über sechzig Besuchern waren auch Vertreter der Blaulichtorganisationen aus dem Landkreis Dachau, die der Leiter des Kreisverbindungskommandos Dachau (KVK), Andreas Schultze, eingeladen hatte.

In seinem Vortrag berichtete Prof. Dr. Zöller über die hoch spezialisierte Arbeit des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr, das als Ressortforschungsinstitut zum Kommandobereich der Sanitätsakademie der Bundeswehr gehört und in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München beheimatet ist.

Dort werden gefährliche Infektionserreger erforscht und Verfahren zum Nachweis und zur Bekämpfung der durch diese ausgelösten Krankheiten entwickelt. Militärisches und ziviles Personal des Instituts, aber auch vergleichbarer ziviler Einrichtungen, werden dort für Laboreinsätze in biologischen Gefahrenlagen trainiert. Von München aus wurden während des Ebola-Ausbruchs ab 2014 mobile Labors und Teams in die westafrikanischen Krisenländer geschickt, um dort die Ebola-Behandlungseinrichtungen zu unterstützen.

Allen Zuhörern wurde schnell klar, dass dabei hochprofessionelle Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen getroffen werden, um die Ansteckung des eigenen Personals mit den Krankheitserregern zu vermeiden.

Unter dem Motto „Der schwarze Tod lebt“ ging der Referent in seinem Vortrag auch auf die große Pestepidemie auf Madagaskar im Jahr 2017 ein, in deren Folge er selbst und ein Team aus den Reihen des Instituts, das madagassische Gesundheitsministerium dazu berieten, wie man solche Ereignisse künftig eindämmen könne.

Besonders interessant sind auch die Zukunftsaussichten des Instituts in München, das jetzt schon bei der Entwicklung von Ausrüstungsgegenständen für den Feldeinsatz über weltweite Alleinstellungsmerkmale verfügt. Das Institut wird in den kommenden Jahren im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Zentrums für den medizinischen ABC-Schutz ein neues Gebäude erhalten, in dem auch modernste Hochsicherheitslabore für den Umgang mit gefährlichen Infektionserregern enthalten sein werden.

Für das sanitätsdienstliche Personal des Instituts steht nicht der Dienst an der Waffe im Vordergrund, sondern die Arbeit mit Reagenzglas und medizinischem Gerät. Das medizinische Aufklärungsteam für Biogefahrenlagen ist jederzeit einsatzbereit und kann mit seinen leicht transportierbaren Ausrüstungsgegenständen sehr schnell in entlegenste Gebiete der Welt verlegt werden. Es handelt sich um hervorragend ausgebildete Spezialisten, die bisher alle ihre Einsätze meisterten, ohne sich dabei selbst anzustecken.

Der informative wie beeindruckende Vortrag endete mit Fragen der Zuhörer an den Referenten, die Oberstarzt Prof. Dr. Zöller gern und ausführlich beantwortete. Von der Masern-Impfpflicht über die Tuberkulose oder die FSME-Impfung bis hin zur Einschätzung des Bioterror-Risikos, ließ das äußerst interessierte Publikum dabei fast kein Thema aus.

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